1. Was sind HS-Codes und Produktklassifizierung?
Für internationales E-Commerce ist Produktklassifizierung ein guter Startpunkt. Wenn Ihr Produkt an der Grenze eines anderen Landes ankommt, will das Zollamt genau wissen, was es ist — um Einfuhren zu erfassen und Zölle, Abgaben und Steuern effizient zu bewerten. Das geschieht mit HS-Code-Produktklassifizierung auf Basis des Harmonized System. 1988 entwickelte die WCO (World Customs Organization) das Harmonized Commodity Description and Coding System, auch Harmonized System (HS) genannt. HS-Codes sind eine weltweite Standardsprache zur Warenbeschreibung — unterschiedliche Sprachen kommunizieren einheitlich zur Produktklassifizierung. HS-Codes haben meist zehn Stellen, können sieben bis zwölf Stellen haben. Die ersten sechs Stellen sind global und basieren auf dem Harmonized System. Die letzten ein bis sechs Stellen legt das Einfuhrland fest. Länderspezifische HS-Codes dienen Statistik und genauen Zollsätzen für Importe.
So sieht ein typischer [länderspezifischer] HS-Code aus — am Beispiel eines Platinrings, der in die USA importiert wird:

2. Länderspezifische HS-Codes
Wie erwähnt, ergänzen Länder die universellen sechs HS-Stellen um eigene Ziffern. Zum Verständnis der Unterschiede je nach Einfuhrland: ein Basketball, importiert in die USA, Deutschland und die Bahamas:
| Land↕ | Code↕ | Version des HS-Systems↕ |
|---|---|---|
| United States | 9506.62.8020 | Harmonized Tariff System (HTS) |
| Germany | 9506.62.0000 | Integrated Tariff of the European Union (TARIC) |
| The Bahamas | 9506.62.00 | Common External Tariff of the Caribbean (CET) |
Die ersten sechs Stellen sind weltweit gleich — die letzten vier unterscheiden sich je nach Einfuhrland. Wichtig für internationalen E-Commerce, um Zölle nicht zu hoch oder zu niedrig zu berechnen oder Ablehnung/Zurückhaltung wegen falscher HS-Codes zu vermeiden.
3. HS-Codes für Exporte
Meist gilt derselbe HS-Code für Import und Export — manche Länder verlangen [gelegentlich] getrennte HS-Codes für Tracking und Datenerfassung. Beispiele exportspezifischer Systeme:
- Australia - Australian Harmonized Export Commodity Classification (AHECC)
- United States - Schedule B
Export-HS-Codes sind selten nötig, aber gut zu kennen — Ihre Sendung kann sie irgendwann brauchen. HTS-Codes (siehe Tabelle oben) gelten oft für US-Exporte, aber Waren in Kapitel 98 (z. B. zur Reparatur zurückgekehrte Waren) des Harmonized Tariff Schedule erfordern Schedule-B-Codes, nicht HTS-Codes.
4. Besonderheiten
- Es gibt Länder außerhalb der WCO, die keine Klassifizierungscodes für Import oder Export verlangen.
- Das Harmonized System wird alle fünf Jahre aktualisiert.
- Manche Länder (wie Mexiko) sind bei der aktuellen WCO-Sechsstellen-Basis nicht auf dem neuesten Stand — der mexikanische Sechsstellen-HS-Code kann vom US-Code abweichen.
- HS-Code-Klassifizierung ist komplex. Automatisieren Sie Ihren gesamten Produktkatalog in Minuten.
5. Tools für HS-Code-Klassifizierung
Aspekte des internationalen Handels wie Produktklassifizierung sind schwierig — Wissen ist Macht beim Cross-Border-E-Commerce. Glücklicherweise müssen Sie sich nicht stressen: Es gibt Tools, die das übernehmen.
Zonos bietet mit Classify ein branchenveränderndes automatisiertes Tool zur HS-Code-Zuweisung. Mit nur einer Artikelbeschreibung generiert Zonos Classify HS-Codes auf Anfrage. Classify ist per API oder als Web-Tool verfügbar — harmonisieren Sie Ihren gesamten Produktkatalog vor einem Landed-Cost-Angebot oder für Echtzeit-Klassifizierungen im Dashboard.
Ressourcen
- Australian Bureau of Statistics - Australian Harmonized Export Commodity Classification
- CARICOM - Revised External Tariff of the Caribbean Community Harmonized Tariff Schedule - 2021 basic revision 11
- International Trade Administration - Harmonized System (HS) Codes
- U.S. Customs and Border Protection - APPENDIX V – HTS Numbers that Cannot be Reported in AES
- Wegate - TARIC Integrated Tariff of the European Union (EU) – Importing to the EU: tariff measures/import duties
- World Customs Organization - What is the Harmonized System?
Fünf Fakten zu HS-Codes für internationalen E-Commerce
Sie möchten Ihre Produkte in ein anderes Land verkaufen? Das sollten Sie. E-Commerce-Händler weltweit steigern ihr Umsatzwachstum durch globalen Verkauf. Warum Ihre Kundenbasis auf ein Land beschränken, wenn die Welt offen ist? Experten prognostizieren für 2022 zweistellige Wachstumsraten beim internationalen E-Commerce. Eine Chance, die Sie nicht ignorieren sollten. Cross-Border-Verkauf kann einschüchternd wirken — ein Paket reibungslos durch ein fremdes Zollamt zu bringen, ist vermutlich nicht Ihr Lieblingsarbeitstag. Keine Sorge — wir helfen!
Zum Einstieg führen wir Sie in die Produktklassifizierung ein und erklären Folgendes: